Alpha-Serie in Hettstedt

Für die erste Austragung der aktuellen Alpha-Serie in Hettstedt wurden die Einladungen wegen organisatorischer Probleme erst sehr spät in die Welt geschickt. Dennoch ergab sich ein beachtliches Feld von 28 Teilnehmern aus den führenden Nachwuchsvereinen des Schachbezirkes Halle. Für mehr als 32 Spieler hätte der Platz in der Walbecker "Klosterschänke" diesmal nicht gereicht. Die längste Anreise hatte Stammgast Peter Grabs aus Potsdam, der fast direkt von der Schüler-Europameisterschaft in Rumänien nach Hettstedt kam. Die Turniere der Alpha-Serie stehen für ihn immer unter einem guten Stern, hatte er doch kürzlich hier genau den großen DWZ-Zuwachs erbeutet, der ihm einen Freiplatz für die Deutsche Meisterschaft einbrachte. Mit 2,5 Punkten aus den 3 Partien gelang ihm erneut ein satter DWZ-Gewinn. In der entscheidenden Vereinswertung (Addition der vier Besten jedes Vereins) hielt aber einmal mehr der Rote Turm Halle allen Angriffen stand. Ebenso klar ging der zweite Platz an die überraschend stark aufspielenden Talente des USV Halle, während die noch sehr junge Garde von Gastgeberverein Hettstedt, u.a. mit zwei Kindergarten-Kindern im Aufgebot, wertvolle Erfahrungen sammelte und auf Rang drei einkam.       

Vorläufige DWZ-Auswertung

16.09.2017 Hettstedt

Inoffizielle Turnierauswertung nach  D W Z
Nr.TeilnehmerTit.AtRoNivWWenE/JRhXRnDiff
1.Pietsch,Johann  131110681.01.4228/5  1278-33
2.Grabs,Peter  134512652.51.8335/51538 141166
3.Tran Minh,Hieu  128811762.01.9035/51301 12979
4.Rumpold,Jaron  119511551.01.5739/51030 1157-38
5.Kemper,Matti  10448713.02.1535/51548 112884
6.Natebus,Wenzel  98810731.51.2135/51073 101628
7.Pfumfel,Janne  9538482.01.2725/5  103683
8.Spinka,Georg Kami  9448332.01.9435/5958 9506
9.Patzschke,Carlo  9258401.01.23218/5  916-9
10.Boye,Friedrich  9029251.00.4715/5  97270
11.Marzelin,Tim  8868490.51.63322/5576 850-36
12.Rösiger,Christoph  8838192.01.1825/5  97693
13.Seidel,Hans  8478542.01.4835/5979 89851
14.Krüger,Ole  8428021.01.11227/5  839-3
15.Sell,Sebastian  8328931.01.35328/5768 823-9
16.Seidemann,Erik  79110721.00.4725/5  85160
17.Nedoborovsky,Dani  7808051.01.40337/5680 773-7
18.Engel-Witte,Lenna  7789161.00.9835/5791 7791
19.Zander,Ben Erik  7678480.00.79240/5  752-15
20.Buchmann,Luca  7567600.00.99243/5  739-17
21.Müller,Ruven Fran  7528681.01.04344/5743 7520
22.Gaschütz,Luisa So W6778301.50.9035/5830 73760
23.Barrot,Georg  08721.01.002 /0  00
24.Bauermann,Janus  010340.00.002 /0  00
25.Heidenreich,Nevio  08720.00.002 /0  00
26.Honigmann,Lina W08461.01.002 /0  00
27.Knüpfer,Johannes  08262.02.003 /0  00
28.Fischer,Peter Mat  6948060.00.69262/5  686-8

Saisonstart : Holprig, aber nicht hoffnungslos

Die Schachfreunde Hettstedt unterlagen zum Saisonstart der Landesliga den Gästen vom VfL Gräfenhainichen mit 3 : 5 nach spannendem Verlauf. Mehrere Stunden wogte der Kampf auf den Bretter, bis schließlich klar wurde, dass die Hettstedter aus ihren nominellen Vorteilen kein Kapital würden schlagen können. Schöne Partiegewinne für Hettstedt gelangen immerhin Kai Friedrich mit kühnem Opferangriff und Dirk Michael durch die präzise Abwehr eines solchen. Aaron Gröbel und Falk Matiebe erreichten Remis. 
Die Zweite Hettstedter Mannschaft hatte in der letzten Serie eine einmalige Chance genutzt, die sich durch die Strukturreform des Ligensystems auf Bezirksebene ergab: Sie wurde Staffelsieger und konnte damit gleich zwei Klassen aufsteigen ! Waren die Schachfreunde in der Bezirksklasse über Jahre eines der dominierenden Teams, geht es nun in der Bezirksoberliga schlicht um den Klassenerhalt. Die stark aufgestellten Gäste vom SV Reideburg wollten dazu allerdings keinen Beitrag leisten und bezwangen die Hettstedter Aufsteiger 5 : 3. Die Partiegwinne von Enrico Kalliwoda und Roland Wagner sowie die Remis von Eberhard Kipka und Jürgen Kaschuba reichten nicht für die erhoffte Überraschung.
In der Bezirksklasse kam es zum internen Duell der Hettstedter Teams. Die frisch aufgestiegene Vierte unterlag gegen die Dritte mit 2 : 4 weniger deutlich als erwartet. Für die Dritte gewannen Jens Reckner, Jens Flieger und Werner Schubert ihre Partien, für die Vierte Henning Gröbel.       

Supercup 2017

Die Ergebnisse des Supercups befinden sich unter diesem Link: Ergebnisse Supercup-2017

Ergänzt: DWZ-Callenge Turnier+ vorläufige DWZ-Auswertung.

Die Teilnehmer sind hier online: http://www.hettschach.de/supercup-2017

Offene Vereinsmeisterschaft

Liebe Schachfreunde,
am Wochenende führen wir in Walbeck bei Hettstedt ein kleines Schachturnier, die "Offene Vereinsmeisterschaft" durch. 5 Runden mit DWZ-Auswertung.
Spielort ist unser Spiellokal, Klosterstr. 7
 
Ohne Startgeld. Alles gemütlich und familiär.
 
 SF Hettstedt und SV 1925 Helbra, Abt. Schach
Turnierort06333 Walbeck, Klosterstraße 7 (gelbes Haus obere Etage gegenüber Karins Schänke)
Datum28.-.30.4.2017
Spielmodus,
Bedenkzeit
5 Runden Schweizer System
maximale Teilnehmerzahl: 32
40 Züge in 2 Stunden, 30min für den Rest der Partie
DWZ-Auswertung
ZeitplanVoranmeldung erwünscht.
28.4.18.00-18.30Anmeldung vor Ort
 18.30Eröffnung
 18.351.Runde
29.4.9.002.Runde
 14.003.Runde
30.4.9.004.Runde
 14.005.Runde
 anschl.Siegerehrung
Bei Partien der 2. und 4. Runde, die länger als bis 13.30 Uhr dauern, erhalten die betreffenden Spieler eine halbe Stunde Pause.
PreisePokale erhalten die Vereinsmeister von Hettstedt und Helbra sowie der Turniersieger (wenn abweichend).
Urkunden für die Platzierungen.
StartgeldKeins
Anmeldung/Infos,
Turnierleitung
Enrico Kalliwoda
Tel:(0 34 75) 63 85 56
Mail: schach@kalliwoda.de
Rahmen:
Auf dem Hof des Walbecker Schlosses (3 Min. zu Fuß) findet am Samstag, 29.04. der "Kreativ-Markt" statt. Kunst, Kultur, Handwerk, Tiere, Mitmachkram etc. wird es dort geben.
Walbeck hat auch einen sehr idyllischen kleinen Natur-Tierpark, an dessen Eingang es auch einen Imbiss gibt (5 Min. zu Fuß)
 
Alle frühen deutschen Kaiser waren in Walbeck zu Gast und nun vielleicht auch Ihr.
 
Viele Grüße
Dirk Michael
 
P.S. Wer mit der Runde am Freitag Abend zeitliche Probleme hat, aber ansonsten gern spielen würde, meldet sich bei mir. Wir finden sicher eine Lösung.(Man steigt z.B. erst am Sa früh in das Turnier ein - oder vereinbart mit jemandem, der Freitag auch nicht kommt, ggf. ein kampfloses Remis)

Landes-Mannschafts-Meisterschaft U14 auf dem Wasserschloß

Wunderbares Wetter während eines Schachturniers ist meist purer Überfluss. Doch die drei Tage Sonnenschein während der Landesmannschaftsmeisterschaft U14 auf dem Wasserschloß in Heldrungen brachten Kindern und Eltern einen echten Mehrwert. Bootsfahrten in den Wassergräben, Tischtennis, Volleyball und Fußball oder einfach das Erkunden der einzigartigen Festungsanlage boten eine willkommene Abwechslung im eng gestrickten Turnierablauf. 
In der ersten Runde, gespielt am Freitag nach dem Abendbrot, endeten vier der sieben Duelle mit einem drastischen 4 : 0 , was bereits auf ein breites Leistungsspektrum im Feld der 14 Mannschaften schließen ließ. Doch bereits in der zweiten Runde am nächsten Morgen war das Maximalergebnis kein einziges Mal zu verzeichnen. Sogar dem haushoch favorisierten Quartett vom Reideburger SV ging eine Partie nach langem Kampf verloren. Im gesamten Turnierverlauf kam jedoch nur noch ein einziger weiterer Partieverlust hinzu. Insgesamt erwies sich die "Reideburg" aber als uneinnehmbare Bastion und verwirklichte den DWZ- Vorsprung von 400 Punkten aus der Setzliste souverän zum Landesmeistertitel von Sachsen-Anhalt. Beachtlich, dass fast alle Akteure zudem noch ihre DWZ steigern konnten. Dieses verschwenderisch mit Talenten besetzte Team sollte unser Bundesland bei der Norddeutschen Meisterschaft vorzüglich vertreten können. 
Die überaus willkommene Invasion von sage und schreibe gleich sechs Mannschaften der Schachzwerge Magdeburg schien mit den unvermeidlichen häufigen Vereinspaarungen einen immanenten Nachteil im Gepäck zu haben. Doch Zwergenhäuptling Jens Windelband war vollauf zufrieden, denn die Kinder kommen teilweise aus völlig unabhängigen Trainingsgruppen und kennen sich kaum, so dass die Duelle gegeneinander meist ebenso erfrischend sind, wie der Kampf mit anderen  Vereinen. Mit dem Elite-Vierer aus dem Zwergenland auf Platz zwei wurde auch hier die Setzliste zur Ergebnistabelle. Die Schachzwerge stellten mit dem achtjährigen Valentin Udelnow auch das jüngste "Erste Brett" im Turnier.
Viele potentielle Bewerber gab es um den dritten Platz, den schließlich die Zweite des USV Halle im Duell gegen die Schachfreunde Hettstedt eroberte. Die Hettstedter fielen im dichten Feld auf Platz sieben zurück. Zu erwähnen ist dabei, dass sich die Delegation des USV zu zwei gleichstarken Teams formiert hatte - jeweils mit ähnlichem DWZ-Schnitt, aber mit überraschend unähnlicher End-Platzierung. Schiedsrichter Fridolin Mertens hatte mit der fröhlichen Kinderschar überhaupt keine Probleme und sogar die Trainer und Eltern zeigten vorbildliches Verhalten im Turniersaal. Die Berichterstattung im Internet gelang zeitnah wie nie zuvor, auch wenn der CLM ein Schweizer System-Turnier technisch nur widerwillig darstellt. 

An den Brettern im perfekt geeigneten Turniersaal saßen in diesem Jahr auch viele sehr junge Schachspieler, die noch mehrere Jahre in der LMM U14 dabei sein können und hier tolle Erfahrungen sammelten. Dies könnte unseren Verband für die Zukunft eigentlich hoffnungsfroh stimmen. Doch es bleibt die Frage, wieso es außer den Leistungs-Kadern nur noch recht wenige Schüler gibt, die in der "originalen" Altersklasse U14 am Brett sitzen. Wo sind sie also geblieben, die vielen begeisterten Kleinen der früheren Jahre? Soll unser Verband wachsen, braucht es vielleicht noch mehr qualitativ gute Spielangebote für viele Schüler, mehr als ein auf die schmale Leistungspitze der Jahrgänge ausgerichtetes "Superprogramm". Mehr als das Denkschema "Selektionsprinzip".
 

Endlich A U F S T I E G der Zweiten, endlich zweiter Saisonsieg der Ersten

Seit Jahren müht sich die Zweite der Schachfreunde Hettstedt in der Bezirksklasse um den Aufstieg, scheiterte jedoch immer knapp und unglücklich. Nun endlich ist das lang ersehnte Ziel erreicht - sogar vorzeitig. Das direkte Duell in der Vorschlussrunde gegen den anderen Aufstiegsaspiranten SV Sangerhausen III konnten die Hettstedter nach spannendem Kampf mit 5 : 3 für sich entscheiden.  Ihre Partien gewannen Reinhold Steudner, Roland Wagner, Jürgen Kaschuba und Detlef Friedrich. Remis spielten Enrico Kalliwoda und Werner Schubert. Die Schachfreunde führen nun die Tabelle uneinholbar an und können sich schon auf ihre erste Saison in der Bezirksoberliga freuen. 
Auch die erste Mannschaft des Hettstedter Schachvereins ist der Bezirksoberliga mittlerweile sehr nahe gekommen - allerdings aus der anderen Richtung. Nach vier Spielen in Folge ohne Punktgewinn war das Team plötzlich einsames Schlusslicht der Landesliga und brauchte dringend einen Sieg, um im Rennen um den Klassenerhalt nicht aussichtslos zurückzufallen. Tatsächlich eroberten die in vielen Abstiegsschlachten gestählten  Hettstedter gegen die Gäste von SV Merseburg II mit Müh und Not zwei wichtige Mannschaftspunkte. Bei dem hart umkämpften 4,5 : 3,5 gelang Karl Jacob sein erster Partiegewinn in dieser Saison. Während Kai Friedrich mit dem fünften Remis hintereinander den Erfolg sicher stellte. Zuvor hatten bereits Falk Matiebe und Dirk Michael ihre Gegner bezwungen. Die Partien von Annett Hofmann und Felix Kaczmarek gingen Remis aus. Zwei Runden vor Schluß stehen in der Landesliga nun sechs der zehn Mannschaften in Abstiegsnähe. Für Spannung auf den Brettern ist also gesorgt.        
 

Mit Sonderbus zum Schulschach

Für die besten Schach-Mannschaften seines Humboldt-Gymnasiums hatte Vize-Direktor Werner Hörold einen Sonderbus bestellt, in dem auch noch zwei Teams aus den Hettstedter Grundschulen Platz fanden. Die Reise der jungen Strategen führte an die Magdeburger Universität, wo in diesem Jahr die Landes-Schulschach-Meisterschaften ausgetragen wurden. In den Altersgruppen trafen sich die stärksten Vierer-Teams aus ganz Sachsen-Anhalt zum alljährlichen Duell - und die Hettstedter konnten sich auch diesmal ausgezeichnet behaupten. 
Etwas Pech im Kampf um den Titel hatten die Ältsten aus der 9. Und 10. Klasse in ihrer Wettkampfgruppe "2".  Nach den zu spielenden fünf Runden Rapid-Schach hatten Luca Zander, Volker Reger, Erik Heber und Jannek Worlitschek ebensoviel Mannschaftspunkte wie das Hallenser Siegerteam von der Latina "A.H. Francke"  gesammelt, dabei jedoch weniger Einzel-Partien gewonnen. Aus gleichem Grund schob sich auch noch ganz knapp das Dr. -Frank-Gymnasium aus Staßfurt vor die Hettstedter, trotzdem diese im direkten Duell siegreich waren.  Ebenfalls Platz drei erkämpfte das Humboldt-Gymnasium in der Wettkampfgruppe 3 mit Oliver Krüger, Paul Kullmann, Duc Tran Minh und Tom Schöbel an den Brettern. Das Cantor-Gymnasium Halle wurde in dieser Gruppe ganz souverän Landesmeister im Schulschach und eroberte den Titel auch in der Wettkampfgruppe IV, wo das jüngste Team des Gymnasiums seine Feuertaufe erlebte. Anton Palfi, Bekir Günes, Jannik Meyer und Elias Rühmer nahmen allesamt erstmals an einer Landesmeisterschaft teil und konnten mit dem erreichten 6. Platz sehr zufrieden sein.
Für das Turnier der Grundschulen hatten sich zwei Hettstedter Mannschaften über die Regionalmeisterschaften qualifizieren können und dabei 32 Teams hinter sich gelassen. Das Quartett der Grundschule am Markt mit Hieu Tran Minh, Erik Seidemann, Hans Seidel und Tim Marzelin erreichte einen guten sechsten Platz. Die Novalis-Grundschule mit Constantin Born, Lennart Engel-Witte, Luca Buchmann und Jason Siegert belegte Platz 18. Landesmeister wurde die Grundschule Neumarkt Halle.
Zur Hettstedter Delegation gehörte auch die Adam-Olearius-Schule aus Aschersleben, deren Kinder-Schachteam komplett beim Hettstedter Verein "Schachfreunde Hettstedt" trainiert. Alexander Graw, Raphael Voigt, Lennart Isensee und Tom Tabarelli erreichten als sehr junges Team in der Gruppe der Realschulen den 3.Platz. Hier siegte die St.Mauritius Schule aus Halle.  

Landesmeisterschaft 2017

Ergebnisse: u8 | u10w | u10m | u12w | u12m | u14w,u16w | u14m | u16m | u18m | u25m | Bilder | Statistik | Berichte der Schiedsrichter | LEM Onlineanmeldung

Die Partiendatenbank ist für Teilnehmer über Mail beim Turnierleiter zu beziehen!

LEM 2017 Bericht des Turnierleiters

Mit dem 2017er Jahrgang ist wieder eine turbulente Meisterschaft zu Ende gegangen, bei der wieder auf viele Dinge Verlass war, nämlich zunächst das knackige Winterwetter im Harz, später die knisternde Spannung im Turnier und auch die Einsatzbereitschaft aller Schiedsrichter, die nicht nur alle Befindlichkeiten der Spieler harmonisch und ohne Streitfälle regelten, sondern auch ganz schnell die berichte zu den Runden und den Partienservice erstellten. Das Kiez selber bot nach einem Jahr Pause die gewohnt guten Spielbedingungen im Konferenzhaus und darüber gute Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, natürlich in Verbindung mit einem super Freizeitteam. Allerdings bot es nicht mehr den gewohnten rundum- Service, nicht, weil die bekannten Mitarbeiter plötzlich schlecht gearbeitet hätten, sondern weil die ausgedünnte Personaldecke mehr nicht zu lies. In Verbindung mit den gestiegenen Preisen und den Problemen mit der eigentlichen Objektleitung, die die Organisation verkomplizierte und Schwierigkeiten bei der Zimmerverteilung verursachte, steht ein weiterer Wechsel des Austragungsortes zur Debatte. Davor sind aber die Beschlüsse der Jugendversammlung abzuwarten, die leider auf Grund interner Schwierigkeiten im Vorstand keine gut vorbereiteten Anträge aufweisen, sondern eine Vielzahl sich überlappender Anträge, aus denen ein runderneuertes gutes Turnier werden kann, aber auch nicht abgestimmtes unausgewogenes Stückwerk.

Zu den Turnieren selbst: die u8 war diesmal recht klein, aber trotzdem fein besetzt und hatte mit Magnus Kuhlmann einen Sieger, der nun schon aus Namensgründen gar nichts anderes werden dürfte. Auch die Landesmeisterin Anna Dornheim konnte gut im Jungenfeld mithalten. In der u10m gab es an der Favoritenrolle von Luke Fathke, der vor Jahresfrist noch im Open kämpfte, schnell keinen Zweifel mehr. Das war eine AK weiter oben bei Pascal Neuber, der als u10 Meister von der DWZ doch deutlichen Rückstand auf den älteren Jahrgang aufwies, schon eine andere Ausgangslage. Trotzdem gelang ihm das Kunststück, den Titel vor den Favoriten Till und Ole zu wiederholen!

Die u10w sah mit Nelly Adelmeyer und Anastasia Voigt zwei Spielerinnen so sehr auf Augenhöhe, dass nicht einmal der Blitzkampf, sondern einmal mehr der Würfel die Entscheidung bringen musste. Gemurre über diese Regel allenthalben, jedoch ist dann kein Antrag zur Änderung in Sicht. Der Einzelspielleiter, der in diesem Fall bei der Einführung dieser Regel überstimmt wurde, wird selbst nicht bereits nach einem Jahr einen neuen Antrag in derselben Sache nach der Abstimmungsniederlage einbringen.

Ein weiterer Fall für den Würfel hätte auch die u12w werden können, denn da hatten Kristin Dietz und Elina Heutling bis zum Aufeinandertreffen in der letzten Runde eine weiße Weste. Jedoch konnte Kristin sich nach langem Kampf durchsetzen und wurde verlustpunktfreie Landesmeisterin.

Während Cecilia Cejda schnell keinen Zweifel aufkommen ließ, die u16w wie das gemeinsame Open mit der u14w zu gewinnen, wurde es um den Titel in der u14w ein Zweitwertungsfinish zu Gunsten von Vanessa Hoffmann gegenüber Celina Delgado, beide hatten sich zuvor Remis getrennt. Die u18w blieb leider unbesetzt.

Souverän auch der Start- Ziel Sieg von Benjamin Wagner in der u14m, den Marvin Henning und Florian Dietz aus einem gutklassigen Feld zur Deutschen Meisterschaft begleiten. Die Fahrkarte dorthin buchte auch Favorit Robert Stein in der u16m bei nur einem abgegebenen Remis gegen den Dritten Bennet Biastoch, der ihn nach Startschwierigkeiten ziehen lassen musste wie auch den 6 Punkte starken Lennard Hoffmann auf 2.

Am längsten tobte der Kampf in der u18m, wo das Schlussrundenremis zwischen Sebastian Pallas und Felix Schulte ein Punktepatt zwischen diesen und Gedeon Hartge erzeugte. So ergab der Sieg gegen 4,6 und 8 ein knappes Wertungsplus für Sebastian gegenüber Gedeon mit Siegen gegen 4, 7 und 8 bzw. Felix gegen 5, 7 und 8.

Für das u25 Open wurde zwar auf Grund der Bettensituation im Kiez keine Werbung gemacht, jedoch offenbart die Teilnehmersituation deutlichen Reformbedarf. Bei am Ende 7 Teilnehmern setzte sich die Erfahrung durch und Kiran Erl siegte vor Fabian Eschner und Tim Lucas Schmidt.

Das Turnier endete mit der fast pünktlichen einstündigen Siegerehrung, bei der nicht nur alle 96 qualifizierten LEM-Teilnehmer ausgezeichnet wurden, sondern auch die besten Fußballteams und die erfolgreich in den Kader aufgenommenen Schachtalente.

Detlef Friedrich

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