Bericht von Hartmut Schubert und Dirk Michael
Das Mai-Schachturnier im Schachdorf Ströbeck gehört zu den traditionsreichsten Schachveranstaltungen Deutschlands. Es wird seit dem Jahr 1960 jährlich ausgetragen und hat sich von einer kleinen regionalen Veranstaltung zu einem internationalen Mannschaftsturnier entwickelt.
Ströbeck ist weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus als „Schachdorf“ bekannt. Die jahrhundertealte Schachtradition prägt das kulturelle Leben des Ortes und wurde sogar als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Das Mai-Schachturnier bildet dabei einen der Höhepunkte des Jahres.
Am Turnier nehmen Mannschaften aus verschiedenen Regionen Deutschlands sowie aus mehreren europäischen Ländern teil. Gespielt wird in Viererteams, die je nach Spielstärke in verschiedene Leistungsgruppen (A-, B-, C- Turnier) eingeteilt werden. Dadurch können sowohl sehr starke Spieler, auch reine Spaßmannschaften der Vereine spannende Wettkämpfe bestreiten. Eine Vereinsbindung ist nicht vorgeschrieben, ebenso gibt es keine Brettreihenfolge. Manche Teams kommen als Vereinsmannschaft, andere können bunte Mischungen sein - und dennoch Tradition haben.
Besonders ist die Verbindung des Turniers mit dem Ströbecker Schachfest. Neben den Wettkämpfen erleben die Besucher kulturelle Veranstaltungen und Vorführungen des berühmten Lebendschach-Ensembles. Dadurch entsteht eine einzigartige Atmosphäre, die jedes Jahr zahlreiche Gäste nach Ströbeck lockt.
Dieses Mai-Schachturnier ist somit nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Identität des Schachdorfes Ströbeck. Es trägt dazu bei, die lange Schachtradition des Ortes lebendig zu erhalten und Menschen aus vielen Ländern zusammenzubringen. Diesmal Jahr fand das Turnier ausnahmsweise im Juni, und zwar am 06. Juni, statt.
In der A-Gruppe starteten von den Schachfreunden Hettstedt Jens Reckner und Hartmut Schubert in der Traditionsmannschaft "Familie Schubert".
Möchte man aber als neues Team in Ströbeck teilnehmen, so stößt das an Grenzen, die durch den vorhandenen Platz im Saal definiert sind. Grundsätzlich kommt man auf die Warteliste und kann erst starten, wenn eine andere Mannschaft ausscheidet bzw. verzichtet. Ursprünglich für die C- Gruppe gemeldet, aber dann kurzfristig nachgerückt in Gruppe B war die Mannschaft mit dem Namen "Schachfreunde Hettstedt" erstmals dabei. Grund war, daß die SG Harzgerode keine eigene Mannschaft stellen konnte freundlicher Weise den Schachfreunden Hettstedt den Platz überlies. So trat Felix Wiele (SG Harzgerode) gemeinsam mit seinem ehemaligen Vereinskameraden Sebastian Rucks (SF Hettstedt) sowie den Hettstedter Jugendspielern Ben Zander, Piero Heidenreich, Felix Schneider samt Trainer Dirk Michael an.
Der ganz große Coup gelang diesmal "Familie Schubert", die überraschend Sieger in der höchsten Gruppe wurden. Außer Familienmitgliedern spielen dort befreundete starke Schachspieler wie z.B. Arne Herter sowie Niklas Rohde (Magdeburg) mit. Gründungsmitglied Hartmut Schubert spielt das Ströbecker Turnier bereits seit 1982 mit, damals noch mit SG Stahl Thale (bis 1994), dann in bei TSG GM Quedlinburg (bis 2006) sowie SG Harzgerode, seit 2016 dann als „Familie Schubert“. Ursprünglich spielten bei "Familie Schubert" die zwei Schubert-Brüder und ihre Söhne.
In der B-Gruppe erreichten "Schachfreunde Hettstedt" einen ausgezeichneten 7.Platz. Das bedeutet sicheren Klassenerhalt, denn es wird mit Auf- und Abstieg gespielt. Erfolgreichster Spieler im Team war Felix Schneider.