So zeitig wie nie zuvor begann in diesem Jahr die Spielserie - aber bei ihrer langfristigen Terminplanung sind viele Schachfreunde offenbar von dem üblichen Zeitplan ausgegangen und hatten an dem Wochenende privat geplant. Der Horror jedes Mannschaftsleiters : Ausgerechnet DU fehlst !
Erstaunlicher Weise konnten zunächst dennoch alle 4 Mannschaften der Schachfreunde Hettstedt manierlich besetzt werden. Erst der letzte kurzfristige Krankheitsfall sorgte doch noch für ein unbesetztes Brett.
An alle Mitspieler ein großes Lob, nicht zuletzt auch an jene, die kurzfristig aus ihrer Höhle gezerrt wurden, um schnell noch einzuspringen.
Kurioser Höhepunkt war der Einsatz von Dave Riemer, Papa von Darius, der einst aus purer Sympatie Mitglied der Schachfreunde wurde und dessen bisherige Übung aus gelegentlichen Partien mit seinem Junior bestand, als dessen treuer Fahrer er immer im Hintergrund agierte. In der Stunde der Not wurde Dave nun in der Bezirksklasse kurzerhand nachgemeldet. Und es ergab sich, dass die erste Turnierpartie seines Lebens ein langer Kampf wurde, länger als sämtliche Partien im gleichzeitig stattfindenden Verbandsliga-Kampf - und mit einem heldenhaften Remis endete. Anschließend gab es Lob von Sohn Darius für den reichlich erschöpften Vater.
Hettstedts Erste war - mal wieder - in die Verbandsliga aufgestiegen und konnte gegen den Burger SV knapp mit 4,5 : 3,5 gewinnen. Ein Glückstreffer oder vielleicht der Grundstein den Klassenerhalt ? Man wird sehen . . .
Auch in der Bezirksoberliga gelang ein knapper Sieg über ein Merseburger Team, das ebensolche Besetzungsprobleme hatte wie die Hettstedter Schachfreunde.
Hettstedts Dritte war klarer Außenseiter im Bezirksliga-Duell beim VfB Lettin und unterlag nach guten Kampf recht deutlich. In dieser Liga spielen die Destillate, kleine aber starke Vereine, denen im Falle eines Aufstieges zwei Spieler zum Achter-Team fehlen würden und die deshalb der Liga treu bleiben. Und so wird in dieser Liga gelegentlich eine unverhältnismäßig hohe Spielstärke entkorkt. Hier wird der Kampf um den Klassenhalt alles anderes sein, als eine Streichelstunde auf dem Ponyhof.
In der Bezirksklasse gab es jene denkwürdige Partie des Papas von Darius. Das Spiel ging knapp verloren, aber hier ist die Serie noch lang, durch die doppelrundige Austragung sogar besonders lang
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