Hettstedter bei Deutscher Meisterschaft in Dinkelsbühl

Gespeichert von c4 am So., 02.11.2025 - 18:46

 

Deutsche Schnellschach-Amateurmeisterschaft (DSSAM) 2025
Ein Bericht von Jens Reckner

Am Wochenende des 18./19.10. 2025 fand anlässlich des hundertjährigen Bestehens des „Schachklub Dinkelsbühl“ die Deutsche Schnellschach-Amateurmeisterschaft 2025 (https://s1.chess-results.com/tnr1271924.aspx?lan=0&art=0&flag=30&SNode=S0)in Dinkelsbühl statt.
Dies war ein willkommener Grund für zwei Schachfreunde (Aaron Gröbel und Jens Reckner) einen Ausflug in das schöne Franken zu unternehmen.
Erster Halt am Freitagabend war der Mittelaltermarkt in der Nachbarstadt Feuchtwagen. Die wunderbare und rauchige Atmosphäre führte dazu, dass die Hettstedter Expeditionisten in Jogginghosen und wunderschönen T-Shirts der SF Hettstedt die kommenden neun Runden bestritten.

Das super organisierte Turnier (Franz Ramisch (1. Vorsitzender des 100jährigen Schachklub Dinkelsbühl), Schiedsrichterteam um Veranstalterin Sandra Schmidt) fand - wie bereits vor zwei Jahren - im ehemaligen Getreidespeicher Dinkelsbühls, der „Schranne“ statt.
Über 250 Schachbegeisterte trugen in sieben Gruppe ihre deutschen Schnellschachmeister aus.
In der Gruppe mit dem stärksten Gegnerpotenzial, strauchelte Aaron Gröbel nach der ersten Runde (starkes Remis gegen die an Eins gesetzte WGM Yelyzaveta Hrebenschchykova) am Samstag ins Turnier. Mit 3 aus 4 Punkten am Sonntag konnte ein respektabler 12. Platz erreicht werden.

Andreas Kunth, Mitglied bei den Schachfreunden Hettstedt (passiv) und ebenso beim SK Dinkelsbühl (aktiv) und Jens Reckner schwammen bis zur letzten Runde im oberen Viertel der Gruppe C (1751 – 1900 TWZ) mit. Nach einer freundschaftlichen und regelkonformen Punkteteilung in der fünften Runde, schien sich der "Bär" Andi ins Spitzenfeld (4,5 aus 6) absetzten zu können. In der achten Runde hatten beide ausgeglichene Stellungen. Andreas lehnte in einem Endspiel Springer und Turm + Mehrbauer in Zeitnot ein Remis-Angebot seines Gegners ab. Jens Reckner bat treu dem Motto - „Ich biete Remis, ABER nur ein Mal.“ – seinem Gegner einen Friedensschluss an. Beide ablehnenden Parteien verloren in der achten Runde einen ganzen Punkt. Bei Turnierformaten nach Schweizer-System ist die letzten Runden platzierungstechnisch bekanntlich entscheidend. In der neunten Runde konnte, der an 43 von 43 Teilnehmer gesetzte „Recke“, nach einem sehenswertem „Abbau“ der schwarzen Königsstellung eine Aufgabe seines Kontrahenten, drei Züge vor dem Matt, erzwingen. Die gesammelten 5,5 Punkte reichten zu einem hervorragenden 9. Platz. Andreas musste auch in der letzten Runde seinem Gegner mehr als den stellungsgemäßen halben Punkt überlassen. Am Ende reichte es für Platz 23.

Andreas´ bessere Hälfte, Alisia Engel (noch ohne jede Wertungszahl), erreicht in ihrem ersten Schachturnier 4 Punkte und schrammte denkbar knapp (es fehlte ein halber Punkt) an ihrer ersten Auszeichnung vorbei.

Die „schönste Altstadt Deutschland“ (Dinkelsbühl. In Deutschlands schönster Fachwerkstadt - YouTube) lädt auch abseits von hoffentlich wiederkehrenden Schachgroßereignissen zu einem Besuch ein.